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Matcha vs. Kaffee: Warum Matcha die sanftere Alternative ist

Koffein ist nicht gleich Koffein. Wir vergleichen Matcha und Kaffee in Bezug auf Energie, Wirkdauer, Inhaltsstoffe und Gesundheit – wissenschaftlich fundiert und ehrlich.

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Matcha Schale neben Kaffeetasse - Vergleich zweier Koffeingetränke

Matcha vs. Kaffee: Warum Matcha die sanftere Alternative ist

Beide Getränke sind für ihren Koffeingehalt bekannt. Doch die Art, wie dieses Koffein im Körper wirkt, unterscheidet sich grundlegend. In diesem Artikel vergleichen wir Matcha und Kaffee sachlich und erklären, warum viele Menschen auf Matcha als Kaffee-Alternative umsteigen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.


Die Kurzversion

Kaffee liefert einen schnellen Energieschub, der oft von Unruhe begleitet wird und nach 1-3 Stunden in einem Tief endet. Matcha enthält zwar weniger Koffein, doch die Aminosäure L-Theanin sorgt dafür, dass die Energie gleichmäßiger und über einen längeren Zeitraum freigesetzt wird. Das Ergebnis: fokussierte Wachheit ohne Nervosität, ohne den typischen Crash.


Koffeingehalt im Vergleich

Getränk Koffeingehalt (ca.)
Espresso (30 ml) 60-80 mg
Filterkaffee (200 ml) 80-120 mg
Matcha (2 g Pulver) 50-70 mg
Grüner Tee (200 ml) 20-30 mg

Matcha enthält also etwas weniger Koffein als eine vergleichbare Portion Kaffee. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch nicht in der Menge, sondern in der Art, wie das Koffein aufgenommen wird.


Warum Matcha anders wirkt: Der L-Theanin-Faktor

Matcha enthält die Aminosäure L-Theanin in hoher Konzentration. Diese entsteht durch die mehrwöchige Beschattung der Teepflanzen vor der Ernte. L-Theanin hat zwei wesentliche Effekte:

1. Verlangsamte Koffeinfreisetzung L-Theanin bindet sich an das Koffein und sorgt dafür, dass es langsamer ins Blut gelangt. Statt eines plötzlichen Peaks verteilt sich die Wirkung über 4-6 Stunden.

2. Erhöhte Alpha-Wellen im Gehirn Studien zeigen, dass L-Theanin die Produktion von Alpha-Wellen im Gehirn fördert. Diese Gehirnwellen werden mit entspannter Aufmerksamkeit assoziiert – ein Zustand, den buddhistische Mönche seit Jahrhunderten für lange Meditationssitzungen nutzen.

Das Ergebnis dieser Kombination: Wache Konzentration ohne die typische Kaffee-Nervosität.


Wie fühlt sich der Unterschied an?

Nach einer Tasse Kaffee:

  • Schneller Energieanstieg innerhalb von 15-30 Minuten
  • Erhöhter Puls und Blutdruck möglich
  • Mögliche Nebenwirkungen: Unruhe, zittrige Hände, Magenbeschwerden
  • Energietief nach 1-3 Stunden (der sogenannte Crash)
  • Verlangen nach einer weiteren Tasse

Nach einer Schale Matcha:

  • Sanfter Energieanstieg über 30-60 Minuten
  • Körperliche Empfindung bleibt ruhig
  • Fokussierte, klare Aufmerksamkeit
  • Anhaltende Energie über 4-6 Stunden
  • Kein abruptes Tief, sanftes Abklingen

Gesundheitliche Aspekte

Kaffee

Kaffee ist nicht grundsätzlich ungesund. Er enthält Polyphenole und Antioxidantien, die positive Effekte auf den Körper haben können. Allerdings bringt regelmäßiger Kaffeekonsum auch Nachteile mit sich:

  • Magenreizung: Kaffee regt die Magensäureproduktion an
  • Zahnverfärbungen: Die dunklen Pigmente lagern sich im Zahnschmelz ein
  • Abhängigkeitspotenzial: Bei regelmäßigem Konsum entwickelt der Körper eine Toleranz
  • Entzugssymptome: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit bei Verzicht

Matcha

Matcha bietet einige gesundheitliche Vorteile, die über die von Kaffee hinausgehen:

  • Hoher Antioxidantiengehalt: Matcha enthält EGCG (Epigallocatechingallat) in hoher Konzentration. Studien weisen auf antientzündliche und zellschützende Eigenschaften hin.
  • Chlorophyll: Die grüne Farbe stammt vom hohen Chlorophyllgehalt, der durch die Beschattung entsteht. Chlorophyll wird mit entgiftenden Eigenschaften in Verbindung gebracht.
  • Sanft zum Magen: Der leicht basische pH-Wert von Matcha ist magenfreundlicher als säurehaltiger Kaffee.
  • Mundgesundheit: Catechine wirken antibakteriell und können Mundgeruch reduzieren – im Gegensatz zu Kaffee, der eher dazu beiträgt.

Dosierung und Portionen

Ein oft übersehener Aspekt: Matcha ist ergiebiger als gedacht.

  • Kaffee: 7-9 g gemahlene Bohnen pro Tasse
  • Matcha: 1-2 g Pulver pro Portion

Eine 30g-Dose Matcha reicht somit für 15-30 Portionen. Bei täglichem Konsum entspricht das etwa 2-4 Wochen. Auf die einzelne Tasse gerechnet ist hochwertiger Matcha oft günstiger als Specialty Coffee.


Für wen eignet sich Matcha als Kaffee-Alternative?

Matcha kann besonders interessant sein für Menschen, die:

  • Kaffee schlecht vertragen (Magenprobleme, Unruhe)
  • Unter Koffein-Crashs leiden
  • Längere, gleichmäßige Konzentration benötigen
  • Auf Zahnverfärbungen achten
  • Eine natürliche, weniger verarbeitete Alternative suchen

Ehrlich gesagt: Wann Kaffee die bessere Wahl ist

Wir wollen fair bleiben: Kaffee hat auch seine Berechtigung.

  • Schneller Kick nötig: Wenn du sofort wach sein musst, wirkt Kaffee schneller
  • Geschmackspräferenz: Manche mögen den erdigen, grasigen Geschmack von Matcha nicht
  • Verfügbarkeit: Kaffee ist weltweit an jeder Ecke erhältlich
  • Gewohnheit: Rituale zu ändern braucht Zeit

So gelingt der Umstieg

Falls du Matcha ausprobieren möchtest, hier einige Tipps:

1. Qualität zählt Minderwertiger Matcha schmeckt bitter und grasig. Ceremonial Grade aus Japan ist mild, leicht süßlich und hat ein feines Umami.

2. Richtige Wassertemperatur 70-80°C, nicht kochend. Zu heißes Wasser macht den Matcha bitter.

3. Nicht gleich komplett umsteigen Beginne mit einer Tasse Matcha am Morgen und reduziere den Kaffee schrittweise. So vermeidest du Entzugskopfschmerzen.

4. Gib dir Zeit Der Geschmack ist anders als Kaffee. Nach 2-3 Wochen haben sich die meisten daran gewöhnt und viele möchten nicht mehr zurück.


Fazit

Matcha und Kaffee enthalten beide Koffein, wirken aber unterschiedlich. Während Kaffee einen schnellen, kurzen Energieschub liefert, bietet Matcha eine sanftere, längere Wachheit ohne Crash. Die Kombination aus Koffein und L-Theanin macht Matcha zu einer interessanten Alternative für alle, die fokussierte Energie ohne Nebenwirkungen suchen.

Wir empfehlen: Probiere es selbst aus. Dein Körper wird dir sagen, was ihm besser bekommt.


Weiterführende Quellen (engl.)

  1. Caffeine informer – Matcha vs Coffee: https://www.caffeineinformer.com/caffeine-content/matcha
  2. Examine.com – L-Theanine Research: https://examine.com/supplements/theanine/
  3. PubMed – Effects of L-theanine on cognitive function: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21040626/

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M

Manatee Team

Veröffentlicht am 22. Januar 2026

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