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Rezepte••6 Minuten

Iced Matcha Latte: das Rezept, und warum er meistens klumpt

Ein Schritt entscheidet darüber, ob dein Iced Matcha cremig wird oder grieselig. Grundrezept mit Mengen, dazu die Variante ohne Milch, der Layer-Look und was bei Klümpchen hilft.

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Geschichteter Iced Matcha Latte im Glas, unten cremige Milch, oben grüner Matcha über Eis, daneben ein Bambusbesen und eine Keramikschale

Iced Matcha Latte: das Rezept, und warum er meistens klumpt

Wer Iced Matcha zum ersten Mal selbst macht, kippt das Pulver meistens direkt auf Eis und kalte Milch. Das Ergebnis sind grüne Krümel, die oben schwimmen und unten liegen, aber nirgends im Getränk sind.

Das liegt nicht am Pulver. Es liegt daran, dass Matcha sich in kaltem Wasser deutlich schlechter löst als in warmem. Der ganze Unterschied zwischen einem cremigen Iced Matcha und einem grieseligen liegt in einem einzigen Schritt am Anfang.

Die kurze Fassung

Matcha zuerst mit 30 Millilitern heißem Wasser zu einer glatten Paste aufschlagen. Erst dann Eis und Milch dazu. Fertig.

Die kleine Menge heißes Wasser erwärmt das Getränk nicht spürbar, das Eis gleicht sie sofort aus. Sie ist aber der Unterschied zwischen gelöst und nicht gelöst.

Grundrezept für ein Glas

Für etwa 300 Milliliter:

  • 2 gehäufte Bambuslöffel Matcha, ungefähr 2 Gramm
  • 30 ml heißes Wasser, 70 bis 80 Grad
  • 200 ml Milch oder Haferdrink
  • 1 Esslöffel Süße nach Geschmack, etwa 15 ml
  • Eiswürfel

Ein gehäufter Bambuslöffel wiegt ungefähr ein Gramm. Wer keinen hat: ein knapper Teelöffel kommt hin.

Zubereitung

  1. Sieben. Das Pulver durch ein feines Sieb in die Schale streichen. Bei kalten Getränken ist dieser Schritt wichtiger als bei heißen, weil nichts mehr nachhilft, was das Sieb übersehen hat.
  2. Paste anrühren. 30 ml heißes Wasser dazugeben und mit dem Bambusbesen in schnellen W-Bewegungen aufschlagen, bis die Masse glatt und ohne Klümpchen ist. Ohne Besen: Milchaufschäumer, oder alles in ein Schraubglas geben und zwanzig Sekunden kräftig schütteln.
  3. Glas füllen. Eiswürfel ins Glas, Milch und Süße dazu, kurz umrühren. Bei Honig und Agavendicksaft löst sich die Süße so zuverlässiger als später im kalten Getränk.
  4. Aufgießen. Den Matcha langsam über die Eiswürfel gießen. Vor dem Trinken umrühren, oder als Layer stehen lassen.

Iced Matcha ohne Milch

Nicht jeder will einen Latte. Pur ist Iced Matcha ein anderes Getränk: klarer, herber, und man schmeckt das Pulver tatsächlich.

Zwei Wege funktionieren.

Geschüttelt. 2 Gramm gesiebten Matcha und 250 ml kaltes Wasser in eine Flasche mit Schraubverschluss geben, zwanzig bis dreißig Sekunden kräftig schütteln, über Eis gießen. Die Flasche ersetzt den Besen, die mechanische Bewegung macht dieselbe Arbeit. Schneller geht es nicht.

Als Paste. Wie oben mit 30 ml warmem Wasser aufschlagen, dann mit kaltem Wasser und Eis auffüllen. Etwas mehr Aufwand, dafür feiner im Mundgefühl.

Ein angenehmer Nebeneffekt: kaltes Wasser löst weniger Bitterstoffe als heißes. Iced Matcha schmeckt deshalb milder und süßlicher als eine heiße Schale, und er verträgt auch etwas mehr Pulver, ohne scharf zu werden.

Der Layer-Look

Die zweifarbige Schicht auf Fotos ist kein Trick, sondern Dichte. Gesüßte Milch ist schwerer als aufgeschlagener Matcha, deshalb bleibt sie unten.

So klappt es zuverlässig: Süße in die Milch rühren, Glas mit Eis füllen, Milch eingießen, dann den Matcha sehr langsam über einen Löffelrücken oder über die Eiswürfel laufen lassen. Die Eiswürfel bremsen den Strahl, das ist der eigentliche Grund, warum es funktioniert.

Ohne Süße in der Milch vermischt sich beides schneller, weil der Dichteunterschied fehlt.

Welche Milch

Haferdrink Barista ist unsere Standardwahl. Er ist cremig genug für die Textur und neutral genug, dass der Matcha vorne bleibt. Die Barista-Variante enthält etwas mehr Fett und flockt seltener aus.

Kuhmilch funktioniert, dämpft die feinen Noten aber deutlicher als Hafer. Mehr dazu in unserem Artikel über Matcha und Kuhmilch.

Mandel und Soja gehen ebenfalls. Mandel ist dünner und lässt den Matcha herber wirken, Soja bringt eine eigene Bohnennote mit.

Welcher Matcha

Für Milchgetränke nimmst du sinnvollerweise eine Sorte, die dagegen ankommt. Unser Bio Matcha Barista ist genau dafür gemacht, mit einer kräftigeren, nussigen Note, die sich in Hafer- oder Kuhmilch behauptet.

Für die Variante ohne Milch lohnt sich der Bio Matcha Ceremonial, weil man ihn dort tatsächlich schmeckt.

Wenn etwas schiefgeht

Krümel im Glas. Nicht gesiebt, oder das Pulver kam direkt mit kalter Flüssigkeit zusammen. Beides lässt sich nachträglich nicht mehr reparieren, auch nicht durch längeres Rühren.

Bitter. Das Wasser für die Paste war zu heiß. Über 85 Grad treten die Bitterstoffe hervor und die Farbe wird stumpfer.

Blass und wässrig. Zu wenig Pulver für die Menge Milch. Bei 250 ml und mehr darfst du auf drei bis vier Gramm gehen.

Setzt sich sofort ab. Matcha ist eine Suspension, kein Aufguss, ein wenig Bodensatz gehört dazu. Bleibt viel zurück, war das Pulver zu grob vermahlen.

Varianten

Wenn das Grundrezept sitzt, ist der Rest Kombinatorik:

  • Vanille. Ein Viertel Teelöffel Vanilleextrakt in die Milch.
  • Erdbeere. Pürierte Erdbeeren als unterste Schicht, das komplette Rezept steht im Strawberry Matcha Latte.
  • Mango. Funktioniert genauso, siehe Mango Matcha Latte.
  • Ohne Süße. Mit gutem Matcha und Haferdrink braucht es sie oft gar nicht.

Alles, was du dafür brauchst, findest du in unseren Matcha Sets oder einzeln beim Zubehör. Wie die heiße Schale geht, steht in unserer Anleitung zur Matcha-Zubereitung.

Quellen

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Manatee Team

Veröffentlicht am 6. August 2025

Aktualisiert: 2. September 2026

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