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Rezepte5 Minuten

Matcha Tonic: grün, spritzig und angenehm bitter

Matcha trifft Tonic Water. Die Bitterkeit des Chinins und die des Tees ergänzen sich, statt sich zu schlagen. Ein Glas in fünf Minuten, ohne Milch und ohne Zucker.

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Glas mit Eis, Tonic Water und einer grünen Matchaschicht obenauf

Matcha Tonic: grün, spritzig und angenehm bitter

Die meisten Matchagetränke gehen denselben Weg: Milch dazu, etwas Süße, fertig. Das schmeckt, überdeckt aber genau das, was guten Matcha ausmacht.

Matcha Tonic geht in die andere Richtung. Statt die Bitterkeit zu verstecken, stellt es eine zweite daneben. Das Chinin im Tonic Water bringt eine klare, trockene Bitterkeit mit, der Tee eine weiche, vegetabile. Zusammen ergibt das ein Getränk, das erwachsen schmeckt, nicht nach Dessert.

Zutaten (1 Glas, ca. 250 ml)

  • 3 g Matcha, etwa drei gehäufte Bambuslöffel
  • 50 ml warmes Wasser, 70 bis 80 Grad
  • 150 ml Tonic Water, gut gekühlt
  • Eiswürfel, eine großzügige Handvoll
  • Optional: eine Scheibe Zitrone oder etwas Zitronenabrieb

Zubereitung

  1. Matcha sieben. Nicht überspringen. In einem klaren Glas sieht man jedes Klümpchen.
  2. Mit warmem Wasser aufschlagen, bis die Oberfläche glatt ist und leicht schäumt. Zehn bis fünfzehn Sekunden mit dem Bambusbesen in W-Bewegungen.
  3. Ein bis zwei Minuten stehen lassen. Der Matcha kühlt etwas ab und öffnet sich geschmacklich.
  4. Glas großzügig mit Eis füllen. Lieber zu viel als zu wenig, das Eis hält die Schichten getrennt.
  5. Tonic Water langsam angießen, am Glasrand entlang, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.
  6. Matcha über einen Löffelrücken darüber gießen. So legt er sich als Schicht obenauf, statt sofort einzusinken.

Vor dem Trinken einmal umrühren. Der Schichtlook ist für die ersten dreißig Sekunden, der Geschmack für den Rest.

Warum Wasser und nicht direkt Tonic

Weil Matcha sich in kalter, kohlensäurehaltiger Flüssigkeit nicht löst. Wer das Pulver direkt ins Tonic gibt, bekommt grüne Klümpchen, die an der Glaswand kleben.

Warmes Wasser löst das Pulver vollständig. Über 80 Grad sollte es dabei nicht sein, sonst wird der Tee bitter, und diese Bitterkeit ist eine andere als die vom Chinin: sie ist scharf statt trocken und passt nicht dazu.

Welches Tonic

Das ist die Entscheidung, die den größten Unterschied macht.

Ein trockenes, wenig gesüßtes Tonic ist die richtige Wahl. Klassische Tonics mit viel Zucker überdecken den Matcha vollständig, dann hätte man sich das Pulver sparen können.

Mediterranes oder Elderflower Tonic funktioniert, bringt aber eigene Blütenaromen mit, die mit dem Tee konkurrieren. Wer es zum ersten Mal macht, nimmt lieber ein neutrales.

Bitter Lemon ist zu süß und zu zitruslastig.

Gut gekühlt muss es sein. Lauwarmes Tonic verliert seine Kohlensäure beim Eingießen und das Getränk wird flach.

Welcher Matcha

Hier gilt das Gegenteil der Latte-Regel. Ohne Milch gibt es nichts, hinter dem sich ein mittelmäßiges Pulver verstecken könnte, und gleichzeitig nichts, was die feinen Noten bindet.

Unser Bio Matcha Ceremonial passt hier besser als die Barista-Sorte. Die natürliche Süße und das Umami aus der ersten Ernte tragen gegen das Chinin an, ohne dass man Zucker braucht.

Wer nur Barista im Schrank hat: funktioniert auch, wird nur deutlich herber. Dann lohnt sich die Zitrone.

Kleine Anpassungen

Weniger bitter: einen Teelöffel Honig oder Agavendicksaft in den warmen Matcha rühren, bevor das Tonic dazukommt. In den kalten Drink löst er sich nicht mehr.

Zitrus: ein Spritzer Limette macht das Ganze frischer und schiebt es Richtung Aperitif. Achtung, Säure lässt die Farbe etwas ins Gelbliche kippen.

Kräuter: ein Zweig Minze oder ein Basilikumblatt im Glas, kurz angedrückt.

Mit Alkohol: 40 ml Gin statt eines Teils des Tonics, dann wird daraus ein Matcha Gin Tonic. Ein wacholderbetonter Gin passt besser als ein blumiger.

Wofür es sich eignet

Für heiße Nachmittage, an denen ein Latte zu schwer ist. Als alkoholfreie Alternative, die nicht nach Kindergetränk schmeckt. Und für Menschen, die sagen, sie mögen Matcha nicht, weil sie ihn nur süß und mit Milch kennen.

Zur Menge: drei Gramm sind eine kräftige Portion. Wer mehrere Gläser am Tag trinkt, dosiert besser sparsamer, siehe dazu unseren Artikel zum Koffeingehalt.

Quellen

Die Mengenverhältnisse haben wir gegen folgende Quellen geprüft:

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Manatee Team

Veröffentlicht am 24. August 2026

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